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„Tag des guten Lebens“ auch in Berlin, Kiel, Bonn und Dresden?

In den letzten Monaten wurde ich in verschiedene Städte eingeladen, den Transformationsansatz hinter dem „Tag des guten Lebens“ vorzustellen und über die Lehren aus dem Kölner Realexperiment zu berichten. In Kiel fand nach dem Workshop „Tag des Guten Lebens“ am 15. September (mit Dana Giesecke, Stiftung futurzwei) ein erstes Nachtreffen mit insgesamt 30 Teilnehmern statt, das weitere Treffen folgt Ende November. In Bonn und im Berlin-Wedding gibt es erste Bestrebungen, einen solchen Tag zu organisieren, nach einem Vortrag am 8. November im Leibnitz-Instituts für ökologische Raumentwicklung wird das Thema nun auch in Dresden diskutiert.

Buen Vivir und „Tag des guten Lebens“

2012 fand im Rahmen des Bündnisses „Agora Köln“ ein Wettbewerb statt. Der „Kölner Sonntag der Nachhaltigkeit“ sollte umbenannt werden, die Mobilisierung der Bürger/innen benötigt eine inklusivere Sprache, so die Begründung. Ich schlug „Tag des guten Lebens“ vor, um diese Initiative mit der Buen Vivir-Debatte zu verbinden. Seit dem Studium der Entwicklungssoziologe in Bologna verfolgte ich diese Diskussion über alternative Wohlstandsmodelle in Lateinamerika, die durch die Theologie der Befreiung, die Dependencia-Theorien sowie die indigenen Kulturen inspiriert wird. Tatsächlich setzte sich „Tag des guten Lebens“ bei der Abstimmung der „Agora Köln“ durch.

Doch worum geht es beim „Buen Vivir“ genau? Alberto Acosta beantwortet nun diese Frage in einem Buch. Acosta, der Wirtschaft an der Universität zu Köln studiert hat, war als Präsident der verfassungsgebenden Versammlung Ecuadors maßgeblich an der Integration des „Buen Vivir“ in die Verfassung des Andenstaates beteiligt. Bis 2008 setzte er sich als Minister für Energie und Bergbau Ecuadors für den Schutz des Tropenwaldes gegen die Interessen der Ölindustrie ein.

In seinem Buch widmet er dem Kölner „Tag des guten Leben“ folgende Passage (S. 153f.):

„Auch die Tatsache, dass Köln einen „Tag des guten Lebens“ eingeführt hat, ist hier erwähnenswert. Der Oberbürgermeister Jürgen Roters beschrieb den Tag anlässlich des „Bonn-Symposium 2014 – Lokales Engagement für Entwicklung. Chancen einer Post-2015-Agenda“ am 27. November 2014 folgendermaßen:

Zum Kulturwandel in der Domstadt kann auch die Agora Köln beitragen, ein breites und buntes Bündnis … Dieses Bündnis hat in diesem Jahr zum zweiten Mal den ‚Tag des guten Lebens‘ veranstaltet und damit das Konzept des ‚Buen Vivir‘ aufgegriffen, das, aus Lateinamerika stammend, auf der ganzen Welt rezipiert wird. An diesem ‚Tag des guten Lebens‘ wurde in einem Kölner Stadtteil 1 km² großes Gebiet für den motorisierten Verkehr gesperrt, und die Bürgerinnen und Bürger haben den entstandenen Freiraum genutzt, um ihre Vorstellungen von Nachhaltigkeit, alternativem Leben und Gerechtigkeit darzustellen und umzusetzen. Vorausgegangen war ein monatelanger Prozess, in dem sich die Anwohner mit der Frage auseinandergesetzt haben: ‚In welcher Stadt wollen wir leben?‘

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Hier weitere Informationen zum Buch von Alberto Acosta.

Erste Rezension zum Buch „Urbane Transformation“

Die Kölnerin freie Autorin Christina Trees hat gerade zwei Bücher im Oya-Magazin besprochen:

  • »Urbane Transformation – Zum guten Leben in der eigenen Stadt: Nachhaltiges Modellprojekt: Der ’Tag des guten Lebens’ in Köln« (Reihe: Politik in sozialer und ökologischer Verantwortung)
    Die Urbanisten e.V. (Hrsg.), Davide Brocchi (Autor)
    VAS Verlag für Akademische Schriften, Bad Homburg, 2016, 168 Seiten
    ISBN 978-3888645495
    14,00 Euro

und

  • »Ohne Auto leben – Handbuch für den Verkehrsalltag«
    Bernhard Knierim
    Promedia-Verlag, Wien, 2016, 176 Seiten
    ISBN 978-3853714133
    14,90 Euro

Hier der vollständige Text ihrer Doppelrezension.

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»Ohne Auto leben« von Bernhard Knierim setzt den Autofreigedanken, der sonst oft nur als einer unter vielen Aspekten zur Veränderung Erwähnung findet, in den Mittelpunkt seiner Betrachtung. Er beschreibt zunächst, wie und warum die »Autogesellschaft« entstand und warum es Sinn macht, über ein Leben ohne Auto nachzudenken. Im Mittelteil des Buchs beschreibt er detailliert die Möglichkeiten und Alternativen, um diese Absicht als Individuum umsetzen zu können. Hier lässt er weder altbekannte Weisheiten über frische Luft und Bewegung aus noch kleinste Tipps wie Ersatzkleidung bei Regen, er erklärt unterschiedlichste Transportanhänger und Car-Sharing ebenso wie das grundsätzliche Konsumverhalten durch Unterstützung regionaler Produkte. Im letzten Teil des Buchs schließlich bettet er die individuellen Optionen ein in einen Rahmen politischer Veränderungserfordernisse und bezieht sich auf Postwachstumsökonomie, direkte/indirekte Subventionen, Maßnahmen, die alternative Mobilität attraktiver oder die umweltschädliche Variante Auto unattraktiver gestalten könnten u.ä.
Für mich persönlich ist die Idee des Lebens ohne Auto seit Jahren selbstverständlich und gelebte Alltagswirklichkeit – wozu brauche ich in der Stadt ein Auto, wenn ich doch leicht Fahrrad und Bahn nutzen kann? So einfach macht es sich Knierim nicht und so ist hier weder ein erhobener Zeigefinger auffindbar noch irgendeine Form von Polarisierung oder Überheblichkeit gegenüber unbewusstem Verhalten und Autobesitzern. Knierim unterstützt vielmehr dabei, den Horizont derjenigen zu erweitern, für die Autofreiheit undenkbar oder schwer umsetzbar scheint und zeigt Lösungsmöglichkeiten für alle Details auf.

Davide Brocchis »Urbane Transformation – Zum guten Leben in der eigenen Stadt« geht viel weiter. Der Autor, Initiator vom »Tag des guten Lebens: Kölner Sonntag der Nachhaltigkeit in Köln«, bleibt nicht bei einer verkehrspolitischen Veränderungsvision stehen, auch wenn sicher insbesondere die Autofreiheit in manchem Kopf als eines der wesentlichen Kennzeichen des Tag des guten Lebens abgespeichert ist. Wer selbst dabei war, weiß, dass dies nur ein Merkmal unter vielen war und autofreie Zonen und Tage lediglich Hilfsmittel – wenn auch sehr kraftvolle! – sein können, um eine passende Grundlage für ein sozialeres Miteinander im urbanen Lebensalltag zu schaffen.
Im Artikel »Wer sind meine Nachbarn?« der Oya-Ausgabe 27/2014 hatte ich über den »Tag des guten Lebens« sowie über dessen Impulse und Auswirkungen auf Nachbarschaft und Alltag berichtet.

Davide Brocchi beschreibt in seinem Buch auf ansteckende Art seine ganz persönlichen Motive, sich für eine urbane Transformation einzusetzen. Berührend ist hier die beispielhafte Geschichte von Brocchis familiärem Ursprung – seinen italienischen Eltern und Großeltern mit Träumen und Enttäuschungen zu Nachbarschaft und Land- oder Stadtleben.
Teil seiner Ausführungen ist ebenso die Auseinandersetzung mit dem, was durch das Realexperiment »Tag des guten Lebens« gelungen ist und wo Herausforderungen im Prozess nur teilweise gemeistert werden konnten. Er beschreibt Ziele wie die Resilienzstärkung einer Stadt in Krisen und ein »gutes Leben«, in dem der Mensch im Mittelpunkt steht und direkte Mitgestaltung des Lebensumfelds durch jeden Bewohner tatsächlich umsetzbar ist.
Brocchi beschreibt detailliert und oft sachlich, vielleicht manchmal auch ein wenig »akademisch« – doch gerade dadurch bin ich fasziniert beim Lesen, wie er mich trotzdem packt und wie oft zwischen den Zeilen genau die Begeisterung, die Haltung, die unbeirrt ans innere und äußere Wachstum des Menschen glaubt, zu spüren ist und überspringt. Er will real verändern, bleibt dabei eben nicht pauschal und oberflächlich, und so finden sowohl Logistik, Geld, Kultur und Konflikte in Nachbarschaft als auch Themen wie Gruppendynamik, Medien und Stadtpolitik in offener und differenzierter Betrachtung ihren Platz. Genau so wird klar, was zu berücksichtigen ist, will man seinen persönlichen Beitrag ausdehnen und Teil einer Veränderung sein, die Visionen von z.B. autofreien Entschleunigungstagen auch in anderen Städten, selbstverwalteten Plätzen, Straßenpatenschaften für Flüchtlinge, die Einführung einer Regionalwährung u.ä. auf die Erde zu bringen vermag.
Sowohl Knierims »Ohne Auto leben« als auch Brocchis »Urbane Transformation« bieten sich als Beitrag zu einer realistischen Kraft der Veränderung im städtischen Raum an – und schaffen es dabei auch, sanft unterschiedliche Bedürfnisse und Motive zusammenzuführen. Danke dafür!

Christina Trees, 02/2017

Trasformazione urbana. Verso un viver bene nella propria città

Tratto dal libro (traduzione dal tedesco):

  • Trasformazione urbana. Verso un viver bene nella propria città. Progetto sostenibile –  La “Giornata del buon vivere” a Colonia
  • Autore: Davide Brocchi.
  • Prefazione di Uwe Schneidewind, Presidente dell’Istituto di Wuppertal.
  • Pubblicato nel 2017 da VAS-Verlag, Bad Homburg (Germania).
  • ISBN: 978-3-88864-549-5

Riassunto del libro
Come promuovere la democrazia e la coesione sociale, il benessere di tempo e spazio così come la tutela ambientale nelle nostre città? Come si può rafforzare la resilienza ai tempi di una “crisi multipla”? Come possono i cittadini, uomini e donne, fare della propria città un luogo in cui vale la pena vivere, riprendendo in mano la regia sul proprio spazio di vita?

Riflettendo i campi di tensione della trasformazione urbana, il libro sviluppa concetti e strategie concrete per un cambiamento sostenibile delle città. Il lavoro si basa sulle esperienze emerse da un esperimento reale su larga scala realizzato a Colonia: dal 2013 qui si svolge ogni anno la “Giornata del buon vivere” (Tag des guten Lebens). Resa possibile da un’alleanza inusuale tra società civile, istituzioni e residenti questa iniziativa è servita come motore e catalizzatore in un complesso processo trasformativo che fa diventare la città un bene comune (Common). Il libro descrive come è possibile promuovere la fiducia e la cooperazione nel vicinato e compiere i primi passi verso uno sviluppo sostenibile della città. Sotto il nome “buen vivir” i popoli indigeni, gli intellettuali e la società civile conducono in America Latina da anni un ampio dibattito su modelli di benessere alternativi a quello occidentale, centrato sulla crescita economica e sugli interessi privati, a discapito della natura.

“Dalla Giornata del buon vivere ogni mattina mi occorrono 15 minuti in più per andare a comprare il pane, perché lungo la strada vengo costantemente fermata a parlare da persone che prima non conoscevo” (una cittadina di Colonia)

Sull’autore
Davide Brocchi nato nel 1969 a Rimini (Italia) si è trasferito nel 1992 in Germania e vive a Colonia. Laureato in Sociologia, è attualmente pubblicista, ricercatore, Manager della trasformazione e titolare di corsi universitari. Al centro del suo lavoro ci sono la dimensione culturale della sostenibilità e la trasformazione urbana. E‘ iniziatore della “Giornata del buon vivere: Domenica della Sostenibilità” di Colonia.


PROLOGO

Antefatto

“Il mutamento climatico ci costringe ad un mutamento di civiltà” scrive il sociologo Wolfgang Sachs ed Ernst Ulrich von Weizsäcker inizia il libro “Fattore cinque. La formula della crescita sostenibile” con le parole “Ci attendono grandi mutamenti. Mai prima l’umanità, noi, si è trovata di fronte a un compito così grande”. In questo senso anche la “Commissione scientifica della federazione tedesca per i cambiamenti climatici globali” ha promosso un nuovo “Contratto sociale per la grande trasformazione”. La trasformazione è divenuta il tema centrale nel dibattito sulla sostenibilità, ma non si tratta di una nuova invenzione, perché il cambiamento sociale accompagna l’umanità sin dalla sua nascita, al di là di “Rivoluzioni” presumibili come quella del Neolitico o quella Industriale.
Nella mia infanzia, la trasformazione sedeva ogni giorno al tavolo da pranzo, insieme alle tre generazioni della nostra famiglia. I nonni avevano vissuto la più grande catastrofe del ventesimo secolo, che li aveva segnati profondamente per tutta la vita. Essi non smettevano mai di augurare a noi nipoti una sola cosa: che l’esperienza della guerra ci fosse risparmiata per sempre perché “la guerra è la cosa più brutta che esista,” eppure fatta dall’uomo. Erano contadini nella campagna riminese, che vivevano sulla base di un’economia di sussistenza, nella quale il fabbisogno alimentare dell’intera famiglia era in gran parte soddisfatto tramite l’autoproduzione. Per loro la coltivazione di frutta e verdura, la lavorazione della carne per la creazione di innumerevoli tipi di salumi così come la cucina erano più di un semplice lavoro: erano una passione, in un certo senso un’arte. Gli ospiti venivano sempre accolti con il miglior vino della casa, un gusto apprezzato era un riconoscimento molto più alto di un salario. In base a criteri attuali, i miei nonni sarebbero probabilmente classificati come appartenenti ad uno “strato sociale di bassa istruzione”, ma essi disponevano di un sapere inestimabile e di un ampio spettro di abilità artigianali, che venivano tramandate da generazione a generazione. Non conoscevano i sigilli “biologico” o “organico”, tuttavia la coltivazione senza l’uso di sostanze chimiche per loro era sempre stata la cosa più normale.
Mio padre oggi si ricorda ancora che i raccolti di frutta e verdura negli anni 50′ non erano necessariamente più scarsi di quelli odierni “nonostante non si spruzzasse nessun veleno”. La sua spiegazione: “Forse era per via dell’elevata biodiversità, i parassiti venivano combattuti da nemici naturali. Gli alberi da frutto erano quasi piante selvatiche e non erano sottoposti ad alcuna selezione artificiale come oggi”.
La nostra famiglia apparteneva al ceto basso e durante la guerra aveva sperimentato come il crollo del sistema di approvvigionamento potesse ribaltare completamente la gerarchia sociale tra città e campagna, in particolare tra borghesia e contadinato. Nel 1944 gli abitanti delle città bombardate erano fuggiti nelle campagne vicine, proprio dove vivevano i miei nonni. I cittadini borghesi avevano un aspetto miserabile. Come animali affamati si gettavano sui campi coltivati, infilando le mani nude nel fango alla ricerca di patate. Se prima fossero stati professori, impiegati o uomini d’affari, non contava più nulla. In tempi di grande crisi sono i piccoli contadini quelli che resistono meglio, perché sono la zappa e la terra che in fin dei conti garantiscono la nostra sopravvivenza.
A casa nostra i soldi erano sempre troppo pochi, ma comunque sia non ne servivano molti. Molte cose venivano prodotte in casa, riparate e trasformate ma soprattutto condivise. Tra parenti e vicini si condivideva il sapere, gli attrezzi e spesso anche il cibo. Ci si aiutava a vicenda, sia che si trattasse del raccolto o della costruzione di una nuova casa. Le persone donavano molto l’uno all’altra, coltivando così una fitta rete sociale che non lasciava mai cadere nessuno, a patto che si rispettassero certe regole.
Nella sua vita mio nonno Giuseppe non riuscì mai a raggiungere uno status sociale elevato, ciò nonostante nel 1982 la sua bara fu seguita da una processione lunghissima di persone: quasi tutti gli abitanti del paese vennero a dargli l’ultimo saluto. Quale persona, ai tempi di Facebook, può ancora contare su una tale partecipazione al proprio funerale?

Mio padre e mia madre invece sognavano l’emancipazione e questa era innanzitutto una questione estremamente privata. I parenti e i vicini offrivano un’elevata sicurezza sociale, ma il rovescio della medaglia era un elevato grado di controllo sociale. Una pianificazione della vita che non corrispondesse alle aspettative o un comportamento contrario alla norma, veniva punito con una lenta ma inesorabile emarginazione. Ognuno conosceva l’effetto distruttivo dei covi dei pettegolezzi che nel paese ribollivano non appena una madre lasciava il marito o un uomo mostrasse movenze femminili. L’atteggiamento verso i “devianti” era tuttavia sintomatico del fatto che l’autorealizzazione personale veniva già inibita all’interno della famiglia, invece che incoraggiata. Mia madre raccontava ad esempio dei duri scontri che da giovane aveva avuto con suo padre, solo perché aveva preferito indossare pantaloni invece che una gonna lunga per uscire. Quando a vent’anni si sposò con mio padre e diventò parte della sua grande famiglia patriarcale, essa si rifiutò di mettere il suo salario nella cassa di famiglia e di assoggettarsi ai suoceri. I duri conflitti che ne scaturirono spinsero ad un certo punto i miei genitori a lasciare la famiglia patriarcale e a trasferirsi in una casa propria nel centro del paese, come famiglia nucleare moderna.

Il problema dell’emancipazione non riguardava solo il rapporto tra le generazioni, ma anche quello tra i sessi. Mia madre si rifiutò di fare la brava casalinga, capace di stare ai fornelli, mentre l’uomo si occupa delle pubbliche relazioni nelle osterie di paese. Lei aveva fatto solo la scuola elementare, ma sapeva quanto fosse importante l’istruzione per l’emancipazione personale. Così decise di frequentare una scuola serale per ottenere il diploma di scuola media. Invece di sostenerla a mio padre venne il panico, temendo di perdere il controllo sulla moglie. Ma lei rimase fedele alla propria decisione. Fu allora che mi resi conto di quanto possano essere intimi i mutamenti sociali, di quanto possano essere politici i sentimenti e le emozioni.
È raro che le trasformazioni sociali abbiano luogo senza conflitti. Al contrario esse hanno spesso proprio bisogno dei conflitti, dell’emersione della contraddizione, per potersi sviluppare. Chi preferisce sopprimere il conflitto solo per preservare l’apparenza di un ordine esistente, l’immagine idealizzata della famiglia o di modelli armoniosi di società, impedisce non solo la possibilità di una trasformazione come processo di apprendimento costante, ma costringe gli altri (e in un certo senso anche la propria varietà interiore) a sottostare ad una propria logica omologante. Emancipazione significa anche liberazione del sé da una morale e delle relazioni umane da una doppia morale. Apprendere la trasformazione significa sviluppare e praticare forme di relazioni umane capaci di tollerare invece di reprimere la vitalità, l’umanità e l’autenticità. Apprendere la trasformazione significa imparare a rapportarsi con il conflitto, con la contraddizione e il diverso.

Mio padre, gli zii e le zie intendevano l’emancipazione principalmente come questione politica, negli anni 70′ erano molto impegnati. Questa generazione non era più disposta ad accettare una discriminazione sociale strutturale, alla quale gran parte della società, compresa la nostra famiglia, era stata condannata per generazioni. Non c’era pranzo fra parenti nelle occasioni di festa che non finisse senza una discussione appassionata, controversa e spesso dai toni accesi sulla politica – e ciò nonostante tutti i presenti andassero la Domenica a Messa e fossero membri dello stesso partito, il Partito Comunista Italiano (PCI). La lotta politica per la giustizia sociale fu tuttavia destinata a rimanere senza conseguenze durante la Guerra Fredda, visto che all’Italia venne negata una vera democrazia, così come a molti altri Paesi. I ricordi sulle atrocità dell’ultima guerra erano ancora vivi, che già cresceva la paura di un nuovo conflitto mondiale, probabilmente l’ultimo. Una volta mio padre mi prese con sè a un dibattito pubblico a Rimini, durante il quale un esperto spiegò quali conseguenze disastrose avrebbe avuto l’esplosione di una testata nucleare di un megatone sulla nostra regione. Sulla parete venne proiettata la mappa della nostra zona con più cerchi concentrici. Il punto centrale rappresentava il probabile centro di esplosione di un SS-20 sovietico: la base militare NATO di Miramare, in cui allora erano stazionati bombardieri americani con armi atomiche, in costante stato di allarme. In un raggio di sei chilometri la distruzione sarebbe stata totale, senza quasi nessuna possibilità di sopravvivenza per la popolazione, spiegò l’esperto. Il nostro paese si trovava nel raggio di 15 chilometri, chi si sarebbe trovato fuori avrebbe qui riportato ustioni di secondo grado, la zona sarebbe stata inoltre completamente irradiata. Erano queste le prospettive con cui ci dovevamo confrontare allora. Chi aveva i soldi, sopprimeva la paura costruendo un bunker anti-atomico nel proprio giardino. Mio padre preferiva andare alle dimostrazioni pacifiste e molto spesso mi portava con sé, ad esempio il 22 ottobre del 1983 a Roma, quando circa un milione di persone dimostrò sulle strade contro lo stazionamento dei Pershing. Insieme lottavano contro un sentimento di impotenza, la sensazione che la propria esistenza fosse completamente in mano al volere arbitrario di due grandi potenze mondiali.

E poi improvvisamente la Guerra fredda finì. Questa volta non furono né le armi né la violenza a portare alla svolta decisiva, ma una rivoluzione culturale: quella della Perestroika e della Glasnost nell’Unione Sovietica. Il 1989 suscitò grandi speranze nella società mondiale. Allo scioglimento del Patto di Varsavia nel 1991 avrebbe potuto seguire quello della NATO. Nella “Casa comune dell’Europa” (Gorbaciov 1987) i paesi dell’est e dell’ovest avrebbero potuto trovare un tetto comune, vivere in pace e smantellare completamente i loro arsenali atomici. In Polonia, Ungheria e Romania fu introdotta la democrazia, mentre in Italia un sistema politico corrotto che per quasi 50 anni era sopravvissuto ad ogni scandalo possibile immaginabile, cadde improvvisamente come un castello di sabbia. L’incredibile massa di risorse e mezzi finanziari che per decenni erano stati utilizzati per la corsa agli armamenti avrebbe potuta essere investita nella conversione sociale ed ecologica della società mondiale – questa era la visione originaria che portò al Summit della Terra a Rio de Janeiro nel 1992, conclusosi con il varo dell’Agenda 21. Ma tutte queste aspettative vennero presto deluse.

Allora la “grande trasformazione” verso la sostenibilità era quasi a portata di mano, come ha potutofallire? Cosa possiamo fare per realizzarla ancora oggi? Queste sono le domande che ora si deve porre la mia mia generazione, per i nostri bambini potrebbe essere troppo tardi. In questo libro mi occupo soprattutto della seconda domanda, sostenendo la tesi che una trasformazione verso la sostenibilità può partire dal basso ed essere portata avanti in modo partecipativo. Il primo passo è la riappropriazione del locale da parte dei cittadini. Essi possono riconquistare la propria strada, il proprio quartiere e la propria città, trasformandoli in un bene comune da modellare e autogestire insieme. Questo approccio è stato messo in pratica con un esperimento sociale condotto nella città di Colonia. In questo libro vengono riportati i risultati e gli insegnamenti più importanti ricavati da questa esperienza. Anche se questo approccio di trasformazione non è del tutto nuovo, sono arrivato alla convinzione che questa sia la strada giusta attraverso una serie di osservazioni e riflessioni sugli sviluppi sociali degli ultimi decenni.
Ora vorrei illustrare le osservazioni e le riflessioni più importanti.

Primo. Dello stile di vita dei miei nonni oggi vengono riscoperti e valorizzati molti aspetti paradossalmente come fondamento di “nuovi” modelli di benessere, sebbene essi siano stati sacrificati negli ultimi decenni al processo della modernizzazione. Così come gli Smartphone pochi anni dopo la loro introduzione sul mercato sono diventati quasi naturalmente parte della nostra quotidianità, i pesticidi e i fertilizzanti chimici prima furono resi attraenti ai contadini e questi, i miei nonni compresi, li fecero a poco a poco propri, fino a quando sono diventati “normali”. La gente ha seguito ingenuamente le promesse dell’industria chimica: tanti più pesticidi e concimi chimici vengono utilizzati, maggiori sono i raccolti e lucenti le mele. Gli effetti collaterali di questo grande esperimento divennero evidenti già pochi anni più tardi: negli anni 70′ e ’80 il tasso dei tumori nella nostra regione crebbe in modo vertiginoso, mentre grandi quantità di fertilizzanti finirono nel Mar Adriatico, causando una massiccia eutrofizzazione e ricorrenti mucillaggini. Solo quando i turisti cominciarono ad evitare la costa adriatica, imponendo grandi perdite alla potente lobby degli albergatori, la politica cominciò ad intervenire.
Nonostante queste esperienze, oggi anche nella mia famiglia l’industrializzazione e la modernizzazione non vengono più messe in dubbio, ma sono accettate come un “destino irreversibile”. Mio padre, che nel frattempo ha ricevuto in eredità il pezzo di terra dei suoi genitori e con questo ancora ricopre il fabbisogno alimentare della famiglia, ora cerca di limitare l’impiego di sostanze chimiche, ma non può farne del tutto a meno: ”La conseguenza sarebbe un’invasione di parassiti di entità allora inimmaginabile. La biodiversità nel frattempo è stata distrutta, ora vige il disordine e i parassiti non hanno più i loro nemici naturali.” Gli agricoltori si sono resi dipendenti delle stesse tecnologie che hanno causato il problema. Questo forse va a vantaggio dell’industria chimica e del prodotto interno lordo, ma è davvero un progresso?

Negli anni 80′ vidi con i miei stessi occhi quello che succede quando una regione viene industrializzata. L’acqua dei fiumi, in cui prima i miei nonni facevano il bagno, era improvvisamente rossa, gialla, coperta di schiuma. Le aziende rilasciavano i loro scarichi semplicemente nell’ambiente, in Italia come in Germania, dove il Reno era soprannominato “la cloaca d’Europa”. Allora il consumo di massa veniva fortemente incentivato, ma un’infrastruttura adeguata per lo smaltimento della massa di rifiuti ancora mancava. Per la gente era quindi quasi normale abbandonare calcinacci, vecchie lavatrici e materassi ai margini dei fiumi e trasformare paesaggi naturali in discariche.

Queste immagini mi spinsero nel 1984, insieme ad un paio di amici, a fondare il primo gruppo ecologico del comune. Come “Gruppo Ecologico Villa Verucchio” (GEW) raccoglievamo ogni settimana i rifiuti abbandonati nella natura e ci autofinanziavamo con la raccolta e la vendita di cartaccia da riciclare. Dopo il disastro nucleare di Chernobyl, diventammo parte del movimento italiano antinucleare, raccogliendo anche nel nostro paese firme per il referendum sull’abolizione del nucleare. Nel novembre 1987 l’80 percento degli Italiani votarono a favore dell’abolizione, fu un grande successo. Anche se la modernizzazione nel frattempo ha subito correzioni e l’aria sulla zona della Ruhr ora è più pulita, nessuno può oggi parlare di un vero successo del movimento ambientalista, come dimostra la cementificazione di intere coste (Riminizzazione, così viene chiamata in Italia) o il drammatico inasprimento dei mutamenti climatici. Perché siamo ancora cosi lontani da una trasformazione ecologica della società, nonostante essa sia necessaria e se ne parli da decenni?

Nonostante la tutela dell’ambiente sia un problema tanto esistenziale quanto la pace, i movimenti ambientalisti e pacifisti nella loro forma attuale sono caduti vittima della logica moderna della specializzazione. Le loro richieste vengono percepite come obiettivi di settore, attirando un’attenzione altrettanto limitata. Anche nelle istituzioni le organizzazioni ambientaliste trovano interlocutori in enti di debole influenza, come ad esempio il Ministero dell’Ambiente o l’Assessorato all’Ambiente.
Problemi sistemici richiedono invece un approccio sistemico e quindi un movimento sistemico. L’unica possibilità che ha la trasformazione di realizzarsi è attraverso la combinazione di richieste diverse, ad esempio quella di un traffico sostenibile attraverso l’attuazione di “domeniche senza traffico” con quella di una maggiore coesione sociale attraverso iniziative di vicinato. Queste e altre richieste devono essere concepite e comunicate in un contesto più ampio, come parte di un’unica cultura, di un modo di vivere. Un movimento sistemico non ha pretesa di universalità, ma coniuga le diversità in una rete comune, permettendone l’espressione reciproca. Esso è capace di interloquire con e di rappresentare gli accademici e allo stesso tempo i piccoli agricoltori, ad esempio attraverso un linguaggio possibilmente inclusivo invece che esclusivo (il termine buon vivere è più aperto di sostenibilità). Tuttavia le parole non sono sempre la via migliore per comprendere la complessità e per promuovere l’unità nella diversità: l’espressione di un sentimento può dire più di mille parole. Un movimento sistemico è collocato soprattutto nel locale, perché sono spazi fisici comuni a poter costituire un forte momento di identificazione sociale. Spazi e comunità più piccole sono più a “misura d’uomo”, che non il globale. La complessità ulteriore, a cui un approccio sistemico conduce, può essere compensata da una limitazione dello spazio e della comunità di riferimento, in modo da evitare sovraccarichi e poter mantenere una capacità di azione.

Dopo diverse esperienze nel movimento ambientalista, nel 1989 decisi di iniziare gli studi di Filosofia all’Università di Bologna. Allora la filosofia mi sembrava il modo migliore per non specializzarmi, per poter osservare la realtà nella sua interezza, olisticamente. Volevo comprendere le interconnessioni, seguire l’insegnamento della prima legge dell’ecologia: “ogni cosa è connessa con qualsiasi altra” (Commoner 1973). Questo corso di studio però non soddisfava completamente le mie aspettative, avevo bisogno di una prospettiva più terrena e dopo due anni passai allo studio di Sociologia nella Facoltà di Scienze politiche. Tuttavia le lezioni su Kant, quelle del professor Umberto Eco sulla semiotica e l’approfondimento dell’antropologia culturale mi avevano insegnato quanto fosse importante la cultura. Ogni trasformazione sociale è contemporaneamente una trasformazione culturale e deve essere concepita in questo modo. Cultura e natura non sono elementi contrapposti: la cultura dei miei nonni era stata per secoli parte di un equilibrio ecologico; nella storia la distruzione delle culture locali è andata mano nella mano con la distruzione della biodiversità. La modernizzazione nega queste correlazioni e materializza un pensiero separatorio, in cui naturale e artificiale, corpo e psiche, vecchio e nuovo o tradizione e modernità non vengono solo disgiunti, ma anche concepiti in modo gerarchico.
Quando oggi vado a trovare i miei genitori in Italia, non trovo quasi più nulla che mi ricordi il vecchio paese in cui sono cresciuto. La modernizzazione si è materializzata attraverso la sostituzione delle vecchie case contadine nel centro del paese con un’architettura omologata, a volte un po’ kitsch (di poco gusto), a volte sterile e anonima, che non ha nulla a che fare con il territorio. In tal modo lo spazio comune perde la sua capacità di generare un’identificazione emozionale e quindi comunità. Da bambino sentivo parlare a casa e nel vicinato solo dialetto. Già l’utilizzo di questa lingua locale favoriva una sensazione unica di appartenenza. Ma oggi il dialetto romagnolo sta morendo e viene mantenuto in vita artificialmente come fenomeno esotico. In campagna le giovani generazioni percepiscono le tradizioni come una sorta di svantaggio nella competizione moderna e hanno poco interesse a prendere in mano le fattorie agricole dei propri genitori. Essi preferiscono trasferirsi in città, che rappresenta l’incarnazione della modernità. Ma come ha potuto la cultura della modernizzazione diffondersi così velocemente ed imporsi così efficacemente, travolgendo culture locali secolari?
Una caratteristica importante del programma culturale della modernizzazione è la sua pretesa universale e la svalutazione di ogni alternativa (come arretrata, intesa come freno alla crescita o lo sviluppo economico). Per questo la modernizzazione è l’incarnazione della “monocultura”. Tuttavia il suo dominio si basa meno su una supremazia di contenuti, bensì su una supremazia mediatica in senso ampio. La modernizzazione ha avuto inizio con una “Colonizzazione dell’immaginazione” e una nuova “(re-)programmazione mentale” (Hofstede 2009) attraverso le istituzioni scolastiche, i mass-media, gli apparati del marketing e dell’“industria culturale” (Horkheimer/Adorno 1944). Contro un tale potere mediatico la generazione dei miei nonni non aveva alcuna possibilità di resistere. La trasformazione verso la sostenibilità necessita di un confronto non solo sul programma culturale della modernizzazione, ma anche e soprattutto sul potere mediatico che lo trasporta o lo sostiene a livello mondiale. E se “il medium stesso è il messaggio” (cfr. McLuhan 1967), la sostenibilità non ha solo bisogno di critica culturale, di controculture e di una rivalutazione dei saperi locali, ma anche di media alternativi da quelli della modernizzazione e della globalizzazione. Un medium importante per la sostenibilità è la comunicazione umana e sociale, ad esempio quella faccia a faccia o l’esperienza di gruppo. In questi tipi di comunicazione la persona è fisicamente presente, non un’apparenza virtuale intercambiabile. La forza di un incontro umano risiede nella sua emozionalità, nel carattere vincolante e confidenziale che ne possono scaturire. Mentre soprattutto la realtà mediatica è una realtà costruita, che può essere manipolativa, la comunicazione umana diretta deve misurarsi in maniera molto più forte con la realtà circostante vera e propria e può allo stesso tempo trasformarla attivamente. La domanda ora è, se nell’epoca dello stress e delle social communities ci siamo dimenticati di come funzioni la comunicazione umana e sociale. In questo caso sono proprio progetti come quello della Giornata del buon vivere a fungere da scuola per riapprendere come stare con gli altri.

Secondo. La generazione dei miei genitori è stata capace di comprendere la grande rilevanza dell’emancipazione e della questione sociale, tuttavia a partire dagli anni 80′ essa si è ritirata sempre di più nel privato, allontanandosi progressivamente dall’impegno politico. Questa depoliticizzazione della società non ha avuto solamente cause endogene. La reazione al vento di protesta del 1968 fu in Italia la cosiddetta “Strategia della tensione”. Molti politici, giudici e giornalisti impegnati vennero assassinati, ci furono attacchi dinamitardi sui treni, solo lo scoppio della bomba alla Stazione centrale di Bologna il 2 agosto del 1980 costò la vita a 85 persone, il terrorismo scosse l’intero Paese. Anche alle manifestazioni pacifiste era presente un massiccio numero di poliziotti, non era raro che i dimostranti finissero sotto i manganelli. La frequente associazione con la violenza ha portato ad una forte svalutazione delle alternative politiche e della resistenza politica. Negli ultimi decenni sempre più persone hanno avuto l’impressione di non aver alcuna influenza sulla direzione dello sviluppo della società. Il consumismo e l’intrattenimento offerto dalle televisioni private a partire dalla metà degli anni 80′ sono state per così dire un modo di compensare la rassegnazione politica diffusa. Ormai anche nel dibattito sulla sostenibilità gli individui sono spesso considerati come consumatori piuttosto che come cittadini. La depoliticizzazione è tuttavia anche la conseguenza della progressiva omologazione dei partiti:

La sinistra non è stata capace di sviluppare un’alternativa […]. La destra è oggi molto forte nei Paesi dell’Europa orientale, guarda caso proprio dove i partiti socialisti e socialdemocratici un tempo erano molto forti, ma hanno preferito sottomettersi agli interessi di mercato, invece di rappresentare gli interessi dei ceti più deboli. L’alienazione politica viene però anche dal basso, perché tutti i vettori della vita sono a misura dell’individuo: l’individualizzazione porta con sé l’idea, che la mia origine sociale non sia più decisiva nel determinare il corso della vita. Non ci si sente più parte della classe dei lavoratori nel senso di una comunità politica. Il festeggiare insieme, le associazioni comuni, le cooperative, ciò per cui la socialdemocrazia si è sempre fatta forte, stanno scomparendo – e così anche il milieu, sul quale basava la forza dei partiti di sinistra. (Nachtwey 2016)

Sempre più persone non si sentono più rappresentate in Parlamento e rimangono lontane dalle urne. La politica istituzionalizzata si limita ormai solo ad amministrare, ciò vale soprattutto in tempi in cui le casse pubbliche sono vuote. Si pone dunque la domanda, dove una politica nel senso genuino del termine possa aver ancora luogo. L’idea fondamentale della Giornata del buon vivere a Colonia è stata quella di creare nella città spazi in cui la democrazia possa essere vissuta attivamente e creativamente da ogni cittadino. Questi spazi si trovano anche nelle università o nei teatri, anche qui si possono sviluppare e praticare nuove forme di politica.

La generazione dei miei genitori voleva emanciparsi, ma la strada perseguita non ha portato ad una maggiore autodeterminazione, perché le vecchie dipendenze sono state sostituite da nuove. Nella società moderna diminuisce l’autoapprovvigionamento, mentre aumenta la dipendenza dall’approvvigionamento esterno. La soddisfazione dei bisogni può avere quindi luogo solo attraverso la disponibilità di denaro. Per guadagnare denaro, si deve rinunciare all’autodeterminazione per 30/50 ore alla settimana e sottomettersi ad un datore di lavoro. Il salario non permette solo di soddisfare i bisogni primari, ma anche di permettersi attività di tempo libero. La libertà moderna tuttavia è spesso tanto libera quanto la scelta di prodotti sullo scaffale di un supermercato o la gamma di destinazioni per le vacanze. La dipendenza dal lavoro retribuito è ulteriormente aumentata anche perché la macchina della pubblicità ha moltiplicato i nostri bisogni e i rapporti sociali sono stati progressivamente monetarizzati. Lo smantellamento dello Stato sociale e la precarizzazione dei rapporti di lavoro ha inoltre portato ad una paura diffusa di fronte alla possibilità di declassamento sociale e di emarginazione. Questa paura ha reso le persone ancora più servili, esse hanno abbandonato il loro impegno per la giustizia sociale, preferendo investire ancora più energie nella competizione socio-economica.
Per una trasformazione verso sostenibilità è necessario liberare i cittadini da questo circolo vizioso. La strada verso l’emancipazione passa anche attraverso una demonetarizzazione, una decommercializzazione e una dematerializzazione dei rapporti sociali e degli stili di vita. Non si tratta solo di creare nuovi modelli di lavoro, ma anche di rafforzare le strutture pubbliche e i beni condivisi, di sviluppare forme di cooperazione e di comunità aperte: la vecchia comunità del paese chiusa e uniforme era sì capace di offrire un’elevata sicurezza sociale, ma spesso al prezzo della libertà di autorealizzazione personale.

Terzo. La promessa della globalizzazione neoliberale era quella di una maggiore coesione nella società mondiale, a patto che i mercati venissero liberalizzati e il commercio tra i paesi facilitato. Quello che si è verificato è stato proprio il contrario. ”Non sono mai stati costruiti così tanti muri [visibili e invisibili] come dopo la caduta del muro di Berlino,” afferma il filosofo Roberto Esposito. Il divario tra ricchi e poveri, i fenomeni anomici (corruzione, evasione fiscale, criminalità organizzata, xenofobia, furia omicida ecc.), le polarizzazioni e i conflitti internazionali sono aumentati. Mentre i profitti vengono in gran parte privatizzati, i costi della crisi finanziaria del 2007/2008 sono stati socializzati, sia attraverso il salvataggio delle banche da parte dello Stato sia attraverso un’ulteriore perdita di solidarietà nella società. Ciò nonostante nessun governo ha il coraggio di mettere le mani alle cause della crisi. Una vera regolamentazione dei mercati finanziari finora non ha avuto luogo. L’Unione Europea sembra essere più interessata a stipulare trattati internazionali sul commercio e gli investimenti (TTIP con gli Stati Uniti, CETA con il Canada…) piuttosto che introdurre una “Tobin tax” sulle transazioni internazionali. Le istituzioni, i trattati e gli interessi che hanno imposto e sopportano la globalizzazione neoliberale hanno oggi il potere di revocare un’intera democrazia – e quello che è stato fatto con la Grecia negli ultimi anni è stata una lezione dura di cui ricordarsi. Anche se i movimenti sociali possono arrivare ad ottenere correzioni del sistema, questo ordinamento mondiale è talmente potente da potersi compromettere solo con le proprie mani. Per questo una trasformazione verso la sostenibilità deve partire proprio là dove esistono ancora spazi di gioco per un mutamento sociale, cioè nelle realtà locali. Nella gerarchia delle istituzioni, le regioni, i comuni, i distretti e i quartieri sono sì gli attori più deboli, ma proprio per questo partner potenziali di un processo di cambiamento, essendo più vicini ai cittadini e più facilmente influenzabili da questi.

“La crisi finanziaria è stata una crisi di fiducia” – e la domanda è dove sia possibile ricreare la fiducia necessaria ad una rifondazione della democrazia e del mercato. Una tesi centrale di questo libro è che la fiducia può nascere soprattutto là dove le persone si incontrano (o possono incontrarsi) personalmente nel quotidiano, vale a dire nel vicinato. L’approccio localistico della trasformazione non deve però condurre ad una riproduzione o addirittura ad un inasprimento delle diseguaglianze sociali, dove i quartieri benestanti promuovono il “buon vivere”, mentre quelli più poveri vengono marginalizzati sempre di più. “I rapporti tra comunità indipendenti e autonome devono in qualche modo essere giustificati e regolamentati” (Harvey 2013). E‘ necessario creare una rete sovraordinata tra le comunità di base (ad esempio i vicinati), che definisca, applichi e controlli meccanismi di distribuzione equi, capace di collegare l’azione locale con una responsabilità globale e un movimento globale.

Per molti anni l’internazionalità è stata uno status symbol anche in ambito scientifico, mentre quasi nessuna università ha considerato la propria città come campo d’azione e partner importante. Anche nel dibattito sulla sostenibilità il termine “locale” suonava come “provinciale”, mentre la trasformazione veniva perseguita soprattutto attraverso conferenze internazionali. Ciò ha contribuito ad allontanare sia la scienza che il dibattito sulla sostenibilità dalla realtà quotidiana dei cittadini. L’esperienza ha dimostrato quanto fosse ingannevole la convinzione che un cambiamento potesse avvenire in questo modo, dall’alto verso il basso, dal campo internazionale a quello locale. E‘ tempo di imparare questa lezione e di intraprendere altre strade per la trasformazione.

Dal 1992 vivo in Germania. Allora in Italia c’erano ancora persone che mi rimproveravano: “Come fai a vivere proprio nel Paese che ha causato così tanta sofferenza e perpetrato tali massacri?” Ma proprio questo era per me il motivo per venire qui in Germania. Volevo capire come la patria di grandi filosofi, che all’università mi avevano così affascinato, potesse essere responsabile di Auschwitz. Volevo capire, in che relazione stesse il progresso con la catastrofe sociale e il declino delle civiltà.
Il secondo motivo: allora l’Italia era per me un paese molto cattolico, centrato sulla famiglia, conservatore. Ero quindi alla ricerca di strutture sociali più tolleranti, di modelli di famiglia e comunità più aperti – e associavo questa possibilità con i Paesi illuminati del Nord Europa. Nel frattempo la mia immagine della Germania è più differenziata di allora, ora vivo in una città variegata come Colonia. Come in Italia, anche in Germania ho voluto orientare il mio modo di vivere ad una massima: se sento la mancanza di qualcosa, posso rimboccarmi le maniche per crearmela, al meglio insieme agli altri. Lo sviluppo della società non è un destino irreversibile. È possibile cambiare la nostra stessa città e regione, fino a farli diventare i luoghi in cui preferiamo trascorrere le vacanze.
In Germania sono stato per molto tempo soprattutto un “immigrato” e la provenienza da un Paese esotico (“bella Italia!”) non mi ha reso la vita solo più facile, anzi. Tuttavia gli immigrati rappresentano una grande risorsa per una trasformazione della società verso la sostenibilità, perché per essi non esiste nessuna normalità che sia scontata; perché i migranti osservano la realtà dal punto di vista dello straniero e come uomini di frontiera sono ambasciatori di realtà diverse. I migranti, che puntano ad una emancipazione oltre la modernizzazione, sono potenziali change agents (agenti di cambiamento). E non dimentichiamoci, che un migrante si nasconde in ognuno di noi.

Ringrazio l’associazione di Dortmund Die Urbanisten, la piattaforma Agora Köln così come Ecosign/Accademia del design per la fiducia, il supporto e la buona collaborazione degli ultimi anni. Ringrazio tutti coloro che hanno sostenuto e contribuito a questa pubblicazione. La lunga lista inizia con i miei nonni e i miei genitori, che molti anni fa sono stati la mia prima ispirazione.
Il libro è dedicato a mia figlia Maia e alle future generazioni.