Das Jahrbuch der Ökologie 2020 ist da. Das Thema: Digitalisierung. „Die Entwicklung hin zu einer durchdigitalisierten Gesellschaft geht mit dem Versprechen einher, die ökologische Krise technisch lösen zu können. Doch nach wie vor ist unklar, ob und in welchem Ausmaß die Digitalisierung von Kommunikation, Dienstleistung und industrieller Produktion den Übergang in die Nachhaltigkeit fördert – oder ihn gar behindert. Mehr digital macht die Welt nicht automatisch »zu einem besseren Ort«, wie es das Mantra der digitalen Startups behauptet.“

In einem Aufsatz mit dem Titel „Digitalisierung: Körpererweiterung oder Amputation?“ habe ich meine Position zum Thema verfasst: „Die Digitalisierung zeichnet sich durch die gleiche fast schizophrene Ambivalenz der Moderne aus: Einerseits steht sie für das Programm des Fortschritts, das eine immer stärkere Beherrschung der äußeren und inneren Natur des Menschen verfolgt; andererseits steht sie für Aufklärung, Selbstbestimmung und Emanzipation. Doch vor allem der Universalanspruch der Moderne steht im Kontrast zu einem fundamentalen Prinzip der Resilienz: Vielfalt und Diversität. So gilt die Digitalisierung bereits als ‚alternativlos‘, obwohl sie ein weiteres Großexperiment mit der Menschheit darstellt, Ausgang offen. Warum die Transformation zur Nachhaltigkeit auch eine Devirtualisierung der sozialen Kommunikation und eine Demedialisierung der Demokratie benötigt“.

Zum Buch:

JAHRBUCH ÖKOLOGIE 2019/2020
Die Ökologie der digitalen Gesellschaft
ISBN 978-3-7776-2825-7
Format: 15,30 x 23,00 cm
248 Seiten, € 21,90

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