Das Norwegische Nobelkomitee hat den Friedensnobelpreis 2026 an die frühere UN-Hochkommissarin für Menschenrechte Navi Pillay für ihren Einsatz für Frieden und Völkerrecht vergeben. Eine gute Entscheidung.
Der Friedensnobelpreis setzt damit ein wichtiges Signal für die Stärkung des Völkerrechts. Die unipolare Weltordnung, die die vergangenen Jahrzehnte geprägt hat, hat die Welt nicht friedlicher gemacht. Die Vereinten Nationen wurden zugunsten informeller Machtzirkel wie der G7/G8 geschwächt. Eine multipolare Weltordnung stellt zwar die bisherige westliche Dominanz infrage; für Frieden und Wandel braucht es jedoch eine multilaterale Ordnung, die das Völkerrecht auch gegenüber Weltmächten durchsetzt und die Logik der Militärblöcke überwindet.
Dr. Davide Brocchi – Köln, 10.10.2026

